Pauline Fürstin zu Lippe

Die Gemahlin des Fürsten Leopold I., Fürstin Pauline (1769–1820), übernahm nach dem Tode ihres Mannes für den noch unmündigen Sohn die Regentschaft des Landes und bewies dabei neben großem staatsmännischen Geschick ein vorbildliches soziales Engagement. Sie konnte durch eine persönliche Vorsprache bei Napoleon den Erhalt der Selbständigkeit des Landes erwirken. Der von ihr gegründete erste Kindergarten Deutschlands wurde zur Keimzelle der noch heute blühenden Fürstin-Paulin-Stiftung, die Kinder, Jugendliche und alte Menschen betreut.

Rheinbund

Rheinbund

Am 18. April 1807 wurde in Warschau die Beitrittsakte zum Rheinbund ausgestellt und nach Detmold übersandt. Auszug: …

1 _ Die Prinzen von Lippe Detmold und Lippe Schaumburg treten dem am 12. Juli des letzten Jahres (1806) in Paris geschlosse
nen „Rheinbund“ bei, und zwar mit allen Rechten und pflichten, so wie sie im Vertrag festgelegt worden sind.
2 _ Die Prinzen werden dem Kollegium/der Versammlung der Prinzen angehören. Ihr Rang/Ihr Platz in dieser Gruppe wird durch „das Parlament/die Versammlung aller Mitglieder des „Rheinbundes“ festgelegt.
3 _ Sie verpflichten sich, ohne vorherige Zustimmung des „Rheinbundes auf keinen 
Fall, aus welchen auch immer, einer Truppe, einem Korps oder einer Abteilung einer Truppe einer fremden Macht, die der Konföderation entgegensteht, in ihren Besitzungen Durchzug zu gewähren.
4 _ Die Ausübung der katholischen Religion wird in allen Besitztümern der Prinzen der Ausübung des lutherischen Glaubens gleichgestellt und die Anhänger beider Religionengenießen ohne Einschränkung die gleichen zivilen und politischen Rechte, ohne jedoch auf das Eigentum und die Vorrechte der Kirchen Zugriff zu haben)
5 _ Für den Fall einer kriegerischen Auseinandersetzung haben die  beiden lippischen Fürstentümer insgesamt 650 Infanteristen bereitzustellen, von Detmold 500 Mann und von Schaumburg 150 Mann. Die Führung und Inspektion liegt in Händen der Prinzen von Lippe Detmold, und zwar sofort für die anstehende Kampagne

… Dieser Vertrag wurde am 18. April 1807 in Warschau ausgefertigt und unterzeichnet: Unterschriften vonTalleyrand und Baron de Gagern. Dieser Vertrag wird von mir mit allen Einzelheiten gebilligt und mit meiner Unterschrift zur Ratifizierung freigegeben am 30. April 1807 in meinem kaiserlichen Lager zu Finckenstein. Unterschrift: Napoleon und zwei wei
tere: Außenminister Talleyrand (oder dessen Vertreter) sowie Minister und Staatssekretär Hugues B. Maret.

Mädchenschule

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