Bernhard VIII.

Burg und Stadt Detmold

Burg und Stadt Detmold

Soester Fehde

In der Soester Fehde ließ der Erzbischof von Köln im Jahre 1447 Burg und Stadt Detmold durch Böhmische Söldner zerstören. Wenige Jahre danach wurde die alte Burg teilweise wieder aufgebaut und mit einer mächtigen Wallanlage bewehrt. Bereits seit 1511 diente sie den lippischen Landesherren als Residenz.

Auf dem Stich von Elias van Lennep aus dem Jahre 1664 ist das damalige Aussehen des Schlosses mit seinen Befestigungsanlage aus der Vogelperspektive deutlich zu erkennen. Erst im 18. Jahrhundert wurde das Schloss teilweise barockisiert. Ab 1780 wurden die Befestigungsanlagen im Eingangsbereich beseitigt, um Raum für den Schlossplatz zu schaffen.

Wiederaufbau

Wiederaufbau

Baumeister Jörg Unkair

Graf Bernhard VIII. berief 1549 den Baumeister Jörg Unkair, der sich bereits mit einer stattlichen Zahl von Renaissancebauten im Weserraum einen Namen gemacht hatte, nach Detmold. Von ihm stammt das Konzept einer vierflügeligen Anlage, das er bereits beim Bau des Schlosses Neuhaus bei Paderborn verwirklicht hatte. Zwei Giebel an der rechten Seite der Vorderfront des Schlosses und die beiden vorderen Treppentürme tragen noch seine unverkennbare Handschrift.

1. Reformation in Lippe

1. Reformation in Lippe

Landtag in Cappel

1538 wurde die neue Kirchenordnung auf dem Landtag zu Cappel beschlossen. 
Die neue Kirchenordnung wurde von den Bremer Theologen Adrian Buxschoten und Johann Tiemann geschrieben. Diese wurde von Martin Luther und Philipp Melanchton begutachtet und nach einigen Abänderungen für gut befunden.

Das Gemälde vom Landtag in Cappel hängt im Landgericht. Die beiden Holztafeln mit Luther und Melanchthon sind im Museum Hexenbürgermeisterhaus Lemgo zu sehen.

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