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Die
Mauern des markanten dicken Turmes stammen noch von dem Bergfried einer
älteren, im Jahre 1366 erstmals
erwähnten Burg in Detmold, die jedoch
wohl bereits zur Zeit der Gründung der Stadt Detmold durch den Edelherrn
Bernhard III. zur Lippe im 13. Jahrhundert bestanden haben dürfte.
In der Soester Fehde ließ der Erzbischof von Köln im Jahre
1447 Burg und Stadt Detmold durch Böhmische Söldner zerstören.
Wenige Jahre danach wurde die alte Burg teilweise wieder aufgebaut und
mit einer mächtigen Wallanlage bewehrt. Bereits seit 1511 diente
sie den lippischen Landesherren als Residenz.
Graf Bernhard VIII. berief 1549 den Baumeister
Jörg Unkair, der sich bereits mit
einer stattlichen Zahl von Renaissancebauten im Weserraum einen Namen
gemacht hatte, nach Detmold. Von ihm stammt das Konzept einer vierflügeligen
Anlage, das er bereits beim Bau des Schlosses Neuhaus bei Paderborn verwirklicht
hatte. Zwei Giebel an der rechten Seite der Vorderfront des Schlosses
und die beiden vorderen Treppentürme tragen noch seine unverkennbare
Handschrift. Nach dem Tod Unkairs im Jahre 1554 fügte der flämische
"Steinschneider" Johann Robin im Schloßhof
die berühmte Renaissancegalerie zwischen den beiden Treppentürmen
ein und Baumeister Kord Tönnies vollendete den Neubau des Schlosses.
Auf dem Stich von Elias van Lennep aus dem Jahre 1664 ist das damalige
Aussehen des Schlosses mit seinen Befestigungsanlage aus der Vogelperspektive
deutlich zu erkennen. Erst im 18. Jahrhundert wurde das Schloß teilweise
barockisiert. Ab 1780 wurden die Befestigungsanlagen im Eingangsbereich
beseitigt, um Raum für den Schloßplatz zu schaffen.
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