Vom großen Königszimmer hat der
Besucher einen schönen Blick auf den Innenhof und seine Hauptschauseite,
die Rückseite des Fassadenflügels. Die schräg ansteigenden
Fenster der von dem berühmten Renaissancebaumeister Jörg Unkair
1550 und 1551 geschaffenen Treppentürme folgen dem Lauf der Wendeltreppen
im Innern. Der diese Türmchen verbindende Steingang von Johann
Robyn aus dem Jahre 1557 ist reich geschmückt mit Wappensteinen,
einem Reliefporträt der Gräfin zur Lippe und, in der Mitte,
mit einer Darstellung der Justitia.
Von Cord Tönnies stammen die im Dachbereich sichtbaren "Zwerchgiebel",
die sich spiegelbildlich zum Schloßplatz hin wiederholen. Der
dicke Schloßturm, der mit seiner charakteristischen Haube dem
Ensemble einen besonderen Reiz verleiht, stammt von einer älteren
Burg.
Die beiden französischen Beutekanonen aus der napoleonischen Zeit
erhielt der Fürst zur Lippe Mitte des 19. Jahrhunderts vom König
von Preußen als Anerkennung der Tapferkeit der Lipper im Freiheitskrieg.
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