Der Rote Saal
Der Rote Saal wurde 1882 von Fürst Woldemar (1824-1895) als Empfangsraum mit einer Wandbespannung aus rotem Seidendamast eingerichtet. Bestimmend für den Raumeindruck blieb aber die reiche Gestaltung der Decke mit spätbarocken Stukkaturen von den italienischen Meistern Camminata und Rossi aus dem Jahre 1707, die eine Reihe von Deckengemälden mit Szenen aus der antiken Mythologie von dem lippischen Hofmaler Hans Hinrich Rundt einfassen.

Roter Saal

An einer hohen, rechteckig geschlossenen Kaminnische, die vom Allianzwappen Lippe-Solms mit der Grafenkrone gekrönt ist, hängt ein geschwungener Barockspiegel mit Rubinglasrand aus Murano bei Venedig. Die beiden Glaskronleuchter stammen ebenfalls aus Murano. Um die Eingangstür sind große Porträts des letzten regierenden Fürsten Leopold IV. (1871-1949) und seiner ersten und zweiten Gemahlin (links und über der Tür) zu sehen.
In diesem Raum sind u. a. ostasiatische und frühe europäische Porzellane (Meißen) sowie ein französischer Ziertisch mit einer auf Sèvres-Porzellan gemalten Darstellung König Ludwig VI. ausgestellt.